Baby liegt auf Bett
Allergierisiko

Wie kann das Allergierisiko bei Säuglingen reduziert werden?

Baby liegt auf Bett

Allergieerkrankungen treten bei Säuglingen immer häufiger auf. Schätzungsweise sind zwischen 20 und 30% der Kinder davon betroffen1.

Bestimmte einfache Massnahmen vor und nach der Geburt Ihres Kindes tragen erheblich zur Reduzierung des Allergierisikos bei. Wir laden Sie ein, Schritt für Schritt zu lernen, wie Sie mit sich selbst und Ihrem Baby umgehen sollten, um das Risiko, beim Heranwachsen an einer Allergie zu erkranken, zu reduzieren.

Gesund leben während der Schwangerschaft

Es kann gar nicht oft genug wiederholt werden: Ein gesunder Lebensstil ist besonders bei schwangeren Frauen unerlässlich, da sind sie sowohl sich selbst als auch ihrem Kind schuldig. Somit muss auf Zigaretten und Alkohol (und selbstverständlich Drogen) unbedingt verzichtet werden. Während der Schwangerschaft wird eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung empfohlen. Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel hätte lediglich zur Folge, dass Mutter und Kind an Mangelerscheinungen leiden könnten. Es wird somit empfohlen, von allem und gesund zu essen. Sollten Sie selbst an einer Lebensmittelallergie leiden, versteht es sich von selbst, dass Sie auf die problematischen Nahrungsmittel verzichten.

Muttermilch ist das optimale Nahrungsmittel für Ihr Baby

Dank ihrer einzigartigen, völlig natürlichen Zusammensetzung ist Muttermilch das beste Mittel, um das Allergie2- und Infektionsrisiko3 bei Ihrem Baby herabzusetzen. Sie enthält viele Kohlenhydrate (Lactose und prebiotische Fasern), Proteine, Lipide, Nukleotide, Vitamine und Mineralstoffe, trägt zur gesunden Entwicklung des Kindes bei und stärkt dessen Abwehrkräfte. Aus diesen Gründen wird jungen Müttern empfohlen, ihren kleinen Engel während der ersten sechs Lebensmonate ausschliesslich zu stillen. Auch stillende Mütter müssen auf eine gesunde Lebensweise achten, damit ihre Milch nicht nur alle für das Wachstum des Babys wesentlichen Nährstoffe enthält, sondern auch den eigenen Nährstoffbedarf abdeckt

Säuglingsnahrung welche speziell für allergiegefährdete Babys entwickelt wurde

Nach der Stillzeit gibt es für Ihr Baby im Bereich der Allergieprävention wissenschaftlich erprobte Innovationen. Dazu gehört eine Säuglingsnahrung mit hydrolysiertem Eiweiss und einer Kombination aus den Nahrungsfasern GOS/FOS und einer Bifiduskultur, welche natürlicherweise im Darm von Säuglingen vorkommt.

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Schrittweise Einführung von festen Nahrungsmitteln

 

Es wird empfohlen Beikost zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat schrittweise einzuführen. Die Verträglichkeit einzelner Lebensmittel testen Sie am besten schrittweise. Bleiben Sie dabei gelassen und haben Sie Geduld: Ihr Baby braucht ein bisschen Zeit, um sich an die neuen Lebensmittel zu gewöhnen. Und auch wenn Ihr Baby allergiegefährdet ist, müssen Sie sich nicht bei jedem Quengeln Sorgen machen – manches schmeckt Ihrem Kind vielleicht einfach nicht. Um herauszufinden, welche Lebensmittel Ihr Kind gut verträgt und welche nicht, empfehlen wir, die Zutaten einer Mahlzeit jeweils einzeln nacheinander, im Abstand von einigen Tagen, einzuführen.

So schützen Sie die Darmflora Ihres Babys

Verschiedenen Studien4 zufolge scheint eine gesunde Darmflora bei der Allergieprävention eine wichtige Rolle zu spielen und eine gesunde Entwicklung des Verdauungs- und Immunsystems zu fördern. Babys mit einer gesunden Darmflora entwickeln erwiesenermassen weniger Allergien als die anderen. 
Die Muttermilch enthält „prebiotische Oligosaccharide (Fasern)“; diese Nährstoffe verhelfen dem Kind zu einer ausgeglichenen Darmflora und stärken somit den Organismus, um Infektionen abzuwehren. 

Achten Sie auf eine gesunde Umgebung

Abgesehen von der Ernährung befinden sich mehrere Elemente in der Umwelt, die bei einem Baby Allergien auslösen können. Vorsicht ist angezeigt. Zunächst ist es wichtig, dass ein Baby weder Zigarettenrauch (unabhängig von der Zigarettenart) noch Abgasen noch Umweltverschmutzung (bei Spaziergängen) ausgesetzt wird. Im Kinderzimmer sollten Farben mit Lösungsmitteln und Teppichböden vermieden werden, darüber hinaus darf in der Umgebung weder Schimmel an den Wänden sein noch zu hohe Luftfeuchtigkeit herrschen.


1.  Osborn DA and Sinn JKH, Cochrane Database Syst Rev (2006) 18(4).
2.  European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI), 2011, ScienceDaily
3.  Li R. et al., 2014, Pediatrics 34(suppl 1):S13–S20
4.  Marko Kalliomäki, Erika Isolauri, 2003, Curr Opin Allergy Clin Immunol 3(1):15-20

Wir sind für dich da!

Hast du Fragen? Jasmin und das Aptaclub Elternservice Team sind gerne für dich da.

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