Kleinkind
      Kleinkind isst
      Ernährung

      Optimale Kleinkindernährung

      Kleinkind isst

      Ihr Kind findet zunehmend Geschmack am Familienessen? Erfahren Sie, worauf es bei der Kleinkindernährung ankommt und warum Kinder auch beim Essen keine kleinen Erwachsenen sind.

      Die Ernährung Ihres Kindes kann sich positiv auf seine Entwicklung auswirken. Das haben viele Eltern schon einmal gehört. Doch wie nachhaltig der Einfluss der Ernährung auf die gesundheitliche Zukunft eines Kindes ist, darauf verweisen Forschungsergebnisse erst seit ein paar Jahren. Internationale Wissenschafter sprechen von den ersten 1000 Tagen, in denen die Ernährung langfristig prägende Effekte auf die zukünftige Entwicklung hat. Das heisst, eine altersgerechte und abwechslungsreiche Ernährung, die Ihr Kleinkind mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt, kann die zukünftige Gesundheit positiv beeinflussen – bis in sein Erwachsenenleben hinein.

      Hierzulande ist es in der Regel nicht allzu schwierig, dem auch gerecht zu werden. Schliesslich haben wir in der Schweiz die besten Voraussetzungen für eine optimale Kleinkindernährung. Dennoch weisen Studien aus Deutschland darauf hin, dass Kleinkinder mit manchen Nährstoffen nicht optimal versorgt sind. Defizite kommen bei Jod, Folsäure, Eisen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin D vor. Der Grund hierfür ist oft ein unausgewogener, zu einseitiger Speiseplan der Kleinkinder.

      Eine vollwertige Ernährung liefert alle nötigen Nährstoffe in ausreichender Menge

      Kinderernährungsexperten empfehlen für eine gesunde Entwicklung in den ersten Lebensjahren eine ausgewogene, dem Alter angepasste Ernährung. Doch was bedeutet das im Einzelnen? Es klingt einfach, zu fordern, dass Kleinkinder mit selbst zubereiteten Mahlzeiten aus hochwertigen, naturbelassenen Lebensmitteln versorgt werden sollten. Die Realität zeigt jedoch, dass Kleinkinder oft zu wenig Gemüse und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornbrot oder Hülsenfrüchte essen. Nahrungsmittel mit „leeren Kalorien“, z. B. Süssigkeiten, Weissbrot und Mehlspeisen sowie eiweiss- und salzreiche Lebensmittel wie Wurst und Käse werden hingegen meist in zu grosser Menge gegessen. All das kann dazu führen, dass in der Ernährung von Kleinkindern oft lebenswichtige Nährstoffe als Basis für eine gesunde Entwicklung zu kurz kommen.

      So bekommt Ihr Kind alles, was es braucht

      Ungefähr ab dem 10. Lebensmonat interessiert sich Ihr Kind zunehmend für das Essen der älteren Familienmitglieder – jetzt können Sie Ihr Kind Schritt für Schritt an die normale Familienkost gewöhnen. Wesentliche Bestandteile einer optimalen Ernährung, wie Experten sie für Kleinkinder empfehlen, sind regelmässige Mahlzeiten, altersgerechte Portionsgrössen und eine ausgewogene Lebensmittelvielfalt.

      Dabei sollten Sie einen Gedanken verinnerlichen: Kleinkinder sind keine kleinen Erwachsenen. Vielmehr brauchen sie eine altersgerechte Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen, die sich oftmals deutlich vom Bedarf Erwachsener unterscheidet.

      Erwachsene sind natürlich grösser und schwerer als Kleinkinder; sie brauchen mehr Nährstoffe pro Tag – zumindest, wenn man die tägliche Gesamtzufuhr berechnet. Bezieht man den Nährstoffbedarf eines Kleinkindes aber auf sein Körpergewicht, dann zeigt sich, dass es verglichen mit einem Erwachsenen teilweise das Zwei- bis Fünffache an Nährstoffen benötigt. Hinzu kommt, dass der Magen eines Kleinkindes bis zu 5-mal kleiner, in etwa nur so gross wie eine Mandarine, ist. Demnach müssen Kleinkinder die wichtigen Nährstoffe aus sehr viel kleineren Portionen und in wesentlich konzentrierterer Form erhalten. Das hebt die Bedeutung von hochwertigen Lebensmitteln hervor: Qualität ist wichtig, weil die Nährstoffversorgung über Quantität nicht möglich ist.

      Jod und Vitamin D

      Wussten Sie, dass hierzulande im Schnitt nur täglich 51 Prozent der für Kleinkinder empfohlenen Jod- und sogar nur 6 Prozent der empfohlenen Vitamin D-Zufuhr über die Ernährung gedeckt wird? Jod ist ein Spurenelement und unerlässlich für die Bildung der Schild­drüsen­hor­mone, welche bei Kindern unter anderem für Wachstum und Entwicklung des Gehirns von Bedeutung sind.

      Ausgewogene Kleinkindernährung? Die Mischung macht’s!

      Natürlich können Sie nicht täglich alle Nährstoffe zusammenrechnen, die Ihr Kind zu sich nimmt. Wissenswert ist es aber, welche Nährstoffe in welchen Lebensmitteln enthalten sind. Weil es Ihnen zum einen verdeutlicht, wie positiv sich eine gesunde Mischung im Speisenplan auf die Nährstoffzufuhr auswirkt. Zum anderen können Sie so sicherstellen, dass Ihr Kind von allem etwas bekommt. Grundsätzlich aber gilt: Eine ausgewogene Vielfalt frischer Lebensmittel deckt im Normalfall den kindlichen Nährstoffbedarf. Konkret in Zahlen ausgedrückt sind täglich 3 Portionen Gemüse und/oder Hülsenfrüchte und 2 Portionen Obst ideal. Eine Portion Gemüse entspricht 50 g (Rohkost) bzw. 90 g (gegart), eine Portion Hülsenfrüchte entspricht 60 g und eine Portion Obst entspricht 50 g. Auch die Milch ist nach wie vor ein wertvolles Lebensmittel im Speiseplan. In der  täglich empfohlenen Menge von 300 bis 330 Milliliter Milch und Milchprodukte ist sie ein essentielles Element der kleinkindgerechten Ernährung. Spezielle Juniormilch, die auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern in Wachstumsphasen abgestimmt ist, kann zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung beitragen und die Grundlage für eine gesunde Zukunft schaffen. 

      toddler feeding himself with bottle

      Infos zur optimalen Kleinkindernährung

      • Frühkindliche Ernährung hat wesentlichen Einfluss auf die Kindesentwicklung.
      • Gesunde Bausteine: richtige Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft, ausschliesslich Muttermilch in den ersten 6 Monaten, gesunde Kleinkindernährung.
      • Die für Kleinkinder empfohlene Tagesmenge an Vitamin D, Folsäure, Eisen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Jod wird oft nicht ausreichend über die Nahrung zugeführt.
      • Kleinkinder benötigen eine altersgerechte Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen, die sich vom Bedarf Erwachsener unterscheidet.
      • Juniormilch kann als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung einen Beitrag zur altersgerechten Nährstoffversorgung von Kleinkindern liefern.
      • Eltern sollten darauf achten, dass Juniormilch Vitamine und Spurenelemente in optimierter Menge enthält.

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